Unter allen Stämmen sind die Neran dem Homo Sapiens am ähnlichsten. Sie sind etwa 1,70m groß und wiegen etwa 75kg. Sie haben eine helle Haut und ihre Haarfarbe reicht von Braun, Kastanienbraun bis Rostbraun. Ihre Augen haben in der Regel unterschiedliche Blautöne; von Dunkel- bis Himmelblau.

Vorteile

Als menschenähnlichster Stamm haben die Neran keine einzigartige Besonderheit. Stattdessen sind sie sehr flexibel und der Standard, an dem jeder andere Stamm gemessen wird. Sowohl ihre Fähigkeit in unterschiedlichen Biomen zu überleben, als auch die Geschwindigkeit mit der sie in der Lage sind ihre Fähigkeiten zu entwickeln, sind die neutralen Werte, mit denen alle anderen Stämme verglichen werden.

Die Neran sind in vielen Biomen auf unterschiedliche Weise effektiv. Obwohl man sie vor allem in milderen Klimaregionen findet, ist es nicht ungewöhnlich auch in semi-arktischen und semi-tropischen Regionen auf sie zu stoßen. Lediglich in den Tropen findet man sie seltener und in der Tundra gar nicht.

Neran haben eine leichte Vorliebe für das Erlernen neuer Fähigkeiten und erhalten einen Bonus von etwa 20% auf ihre Lerngeschwindigkeit. Die Geschwindigkeit eine Fähigkeit zu lernen, hat jedoch nicht unmittelbar Einfluss auf das Talent, diese Fähigkeit auch auszuführen. Auf ihre Art sind die Neran die eierlegende Wollmilchsau, die nichts zu 100% beherrscht.

Geschichte

Vor den Neran, Kypiq, Hrothi und Brudvir gab es, was Gelehrte als “Proto-Neran” bezeichnen. Man glaubt, dass die eben erwähnten, heutigen Stämme die Nachfahren dieser prähistorischen Rasse der Mann sind. Es ist unklar wie sich die einzelnen Stämme aus den Proto-Neran entwickelten, wieso sich einzelne Stämme von den Proto-Neran abspalteten oder ob die Proto-Neran nicht sogar noch irgendwo existieren.

Der Großteil des Stammes der Neran lebte seit Anbeginn der niedergeschriebenen Geschichte in den Graslandgebieten. Man sagt, dass sie ihre Zivilisation auf den Überresten einer noch älteren Zivilisation aufgebaut hatten, die in der Vergangenheit Opfer einer großen Katastrophe wurde. Glücklicherweise blieb den Neran ein solches Schicksal erspart. Dennoch haben auch sie bereits Leid erfahren müssen.

Als Volk des Graslands beanspruchen die Neran eine der wertvollsten Ressourcen: üppige Landstriche für den Feldanbau.

Kultur

Die Neran sind in ihrem Kern kreative Wesen. Sie stellen Einfallsreichtum und Erfindungsgabe über alle anderen Fähigkeiten und schließen schnell Freundschaft mit Anderen, die eine dieser beiden Eigenschaften mit ihnen teilen. Diese Affinität stammt aus den umweltbedingten Gefahren. Das Grasland mag zwar kultivierbar und reich an Ernte sein, nichts davon wird den Neran jedoch geschenkt. Nur durch den Prozess der Innovation und des Einfallsreichtums kann die üppige Ernte gesichert werden.

Sprache

Die Neran sprechen, wegen ihrer geschichtlichen Verbindung zu den Proto-Neran, einen modernen Dialekt dieser Sprache. Durch den regen Handel mit vielen anderen Stämmen, wurde die Sprache der Neran zur am häufigsten gesprochenen Sprache in Elyria. Das führte dazu, dass nur wenige Neran andere Sprachen lernten und auch nur dann, wenn es für sie persönlich von Relevanz war.

Religion

Die Neran sind, neben den Hrothi, einer von zwei Virtorianischen Stämmen (Virtorian Tribes). Unter den Virtori kennt man die Neran als „Schwerter der Tugend“ (Swords of Virtue). Denn im Kampf zwischen Tugend und Laster waren es die Neran, die vom Schöpfer gerufen wurden, um der Korruption der Mann den Willen der Rechtschaffenden aufzuzwingen.

Diese Verantwortung getragen zu haben erfüllt die Neran auch heute noch mit Stolz. In der gesamten Zivilisation findet man Monumente und Statuen der Tugenden. Ihr fester Glaube an die Tugenden führt die Neran zu einem stoischen Sinn für Ordnung und Verpflichtung in ihrer Religion. Wie die Zivilisation hat auch die Religion eine fest etablierte Hierarchie. Neran, die der Verpflichtung ihres Glaubens gegenüber nicht nachkommen, sinken im Ansehen und werden von anderen Neran „Vaterlose“ genannt.

Unterhaltung

Musik

Es gibt viele Stücke, Lieder, Hymnen und andere mediale Formen der Huldigung der Tugenden. Song-Priests, eine besondere Form des Barden bei den Virtori, sind beliebt bei den Neran. Es ist eine ganz besondere Ehre den Lebensabend durch einen Song-Priest begleiten zu lassen. Man glaubt, dass die Lobeshymnen, die über die Errungenschaften eines Neran geschrieben werden, direkt von den Tugenden erhört werden. Diese begleiten den Gefallenen dann auf seinem Weg in die Akashic Records. Unter den Barden ist der Aufstieg zu einem Song-Priest ein Erfolg, der einzigartig im Leben ist.

Kunst

Künstler, insbesondere Bildhauer und Architekten, werden in der Gesellschaft der Neran gefeiert. Sie werden angeheuert um prachtvolle religiöse Bauten und Statuen der Virtorianischen Kirche) (Virtorian Church) zu bauen. Die wohlhabenden Neran haben die Ressourcen, um sich solche Statuen, zur Huldigung der Tugenden, auch ins eigene Haus zu stellen. Unter den meist geschätzten Kunstwerken sind die der Hrothi.

Doch die einfachen Bürger sind nicht fanatisch in ihrem Glauben. Sie feiern die Tänze und Lieder, die den Tugenden gewidmet sind, eher in Tavernen und Gasthäusern. Dort machen sie sich auch lustig über die Laster. Reisende Händler erbitten oft den Segen der Tugenden, um auf ihrer Reise geschützt zu bleiben.

In kleineren Dörfern dienen die Gasthäuser oder Dorfzentren als Bühne für Komödien und Allegorien. Die größeren Siedlungen, und vor allem die Hauptstadt, können mit Theatern Gebäude errichten, die nur dieser Form der Unterhaltung dienen. Manche sehen das als Überfluss. Die Theater gehören oft Individuen, die viel Macht in der Regierung haben. Sie hoffen mit diesem Angebot Bürger glücklich zu halten und ihre Gunst zu erlangen.

Konzeptzeichnung der NeranKonzeptzeichnung der Neran

Ressourcen & Umwelt

Die Graslandgebiete wurden zur Heimat der Neran, da bereits die Proto-Neran dort lebten. Seit dieser Zeit expandierten die Neran und sind nun in beinahe allen gemäßigten Gebieten anzutreffen. Dazu zählen auch die niedrig gelegenen Gebirgswälder von New Haven. Es sind die Ressourcen der Graslandschaft, die dieses Wachstum ermöglichen. So lange das Land es erlaubt, werden die Neran expandieren und ihr Königreich stärken.

Nahrung

  1. Fleisch (von Zuchttieren oder frei lebenden Tieren) (Primär)
  2. Weizen und anderes Getreide (auf den vielen Äckern angebaut) (Primär)

Behausung

  1. Kalkstein, Fels und Stein (Primär)
  2. Holz (Espe & Eiche) (Sekundär)

Werkzeuge

Die Neran, mehr als alle anderen Stämme, haben eine Vielzahl an Werkzeugen aus den verschiedensten Materialien. Dazu gehören die Werkzeuge der vielen Handwerksberufe, aber auch Kriegswerkzeug. Werkzeuge sind in der Regel aus:

  1. Stein (Primär)
  2. Holz (Sekundär)
  3. Metall
  4. Kohle

Kleidung

Die Kleidung der Neran reicht von Stoffen aus einfachen Leinen und Baumwolle bis zu hochwertigen Seidenstoffen. Diese werden für höhergestellte Schichten der Gesellschaft von den hiesigen Kypiq gehandelt.

  1. Baumwolle (Primär)
  2. Leder (Primär)
  3. Lein (Sekundär)
  4. Metalle

Behälter

Hölzerne Behälter, Kisten und gelegentlich eine Hrothi Kammer gehören alle zu den regulären Behältnissen. Allgemein werden Behälter aus folgenden Materialien hergestellt:

  1. Fasern
  2. Leder
  3. Ton
  4. Holz

Soziologie

Fähigkeiten und Berufe

Die Ökonomie der Neran ist kapitalistisch und besteht hauptsächlich aus Gilden. Diese werden von lokalen Regierungen kontrolliert und machen mit anderen Institutionen den Großteil des Einkommens aus. Die Virtorianische Kirche wurde vom Adel und anderen wohlhabenden Mitglieder der Gesellschaft als solch eine Institution ins Leben gerufen.

Dabei gibt es enorme Unterschiede, die von der Größe der Siedlung abhängen. Kleine Siedlungen haben nicht unbedingt eigene Gilden. Hier produzieren die Dorfbewohner ihre Güter selbst. Das führt u.a. auch dazu, dass viele Dorfbewohner in kleinen Siedlungen gleich mehrere Berufe ausüben müssen.

In der Gesellschaft der Neran existieren die folgenden Berufe in Abhängigkeit der Größe der Siedlung. Die teuren und exotischen Berufe findet man eher in großen Siedlungen und Städten.

  • Lederarbeiter &Schuster
  • Metzger
  • Schneider & Weber
  • Papiermacher & Schriftgelehrter
  • Schreiner
  • Färber, Apotheker & Alchemisten
  • Köche, Brenner & Brauer
  • Schmiede, Minenarbeiter & Juweliere
  • Maurer
  • Bauern, Gärtner und Imker

Durch ihren Zugang zu gutem Ackerland und somit zu Getreide und Weizen sind die Neran vor allem als Schneider, Weber, Brenner und Brauer für ihre pflanzlichen und tierischen Erzeugnisse bekannt.

Soziale Klassen

Die soziale Hierarchie der Neran orientiert sich sehr stark am feudalen System in Europa während des Mittelalters. Die Gesellschaft ist unterteilt in vier große Kategorien:

  • Adel
  • Aristokratie
  • Landadel
  • Bürger

Der Adel besteht aus dem König und der Königin, den Herzögen und den Grafen. Da die Neran eine religiöse Gemeinschaft sind, glauben sie daran, dass diese Titel mit heiligem Recht vergeben wurden. Für die Neran erhielt der Adel seine Titel direkt vom Schöpfer selbst. Entweder wegen ihrer Taten im Krieg zwischen Tugend und Laster oder aufgrund ihrer allgemeinen Tugendhaftigkeit.

Führung

Die Regierung der Gesellschaft der Neran besteht hauptsächlich aus dem Adel und der Aristokratie. Die Machtposition wird nach dem Tod des Würdenträgers an seine Erben weitergegeben. Sollte kein Erbe existieren, entsteht ein Machtvakuum, das von Gleichgestellten oder direkt Untergebenen auf Basis ihres Rufs, ihres Einflusses oder ihrer Beliebtheit ausgenutzt werden kann. Die Person, die am meisten Unterstützung erhält, gewinnt einen Casus Belli, der es ihr erlaubt die Besitztümer des Verstorbenen an sich zu nehmen.

Bildung

Wenn Neran handeln oder Handwerk betreiben wollen, gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Ausrichtungen. Diese Ausrichtungen sind oft vom Ort abhängig. Wer in einer kleinen Siedlung lebt, wird höchstwahrscheinlich das Handwerk der Familie oder das der hiesigen Händler und Handwerker lernen. Diejenigen, die einer Gilde beitreten möchten, müssen sich auf die Suche nach einer Stadt machen. Einige Gilden werden nur Lehrlinge akzeptieren, die bereits Erfahrung haben, während andere Gilden auch Neuanfänger empfangen. Wer die schnellste Bildung sucht, der ist in einer Stadt am besten aufgehoben. Dort findet man Schulen und Universitäten, denen man beitreten kann. Hier kann man nicht nur lernen sondern auch forschen.

Von allen Neran wird erwartet, dass sie ein Grundwissen über die Tugenden haben; Wissen, dass vor allem über die Song-Priests verbreitet wird.

Militär

Das Grasland, das von den Neran bewohnt wird, ist das größte Biom Elyrias. Der Schutz dieser Ländereien wurde deshalb auf die einzelnen Herzöge aufgeteilt. Sie sind für die Finanzierung, das Training und das Equipment der Armee zuständig. Die Armee besteht in der Regel aus Soldaten, die „Heilige Klingen“ (Holy Swords) genannt werden. Diese Soldaten, ähnlich wie Paladine in anderen Fantasie Universen, glauben, dass sie nicht nur das Schwert und Schild schwingen, sondern auch die Stärke der Tugenden in sich tragen.

Um eine Heilige Klinge zu werden, muss sich der angehende Ritter einer Virtorianischen Militärakademie anschließen. Wohlhabende Aristokraten können sich auch leisten eine Person in entfernte Herzogtümer zu schicken und sie dort zu einem Knappen ausbilden zu lassen. Wenn das geschieht ist es notwendig, dass der Herzog oder die Herzogin bereits eine Heilige Klinge ist oder einen Verwalter im Herzogtum hält, der eine Heilige Klinge und Mitglied der Virtorianischen Kirche ist.

Der König oder die Königin schwingt das Heilige Schwert und wird vom Kopf der Virtorianischen Kirche beraten. Die übrigen Streitkräfte des Militärs sind entweder lokale Milizen oder Söldner.

Technologie

Dank der erhöhten Lerngeschwindigkeit der Neran ist ihr technologisches Wissen größer als in allen anderen Stämmen. Dabei sind sie noch immer in einem Bereich, der dem technologischen Wissensstand des Mittelalters ähnelt. Sie sind die Meister ihrer Umwelt, mehr als jeder andere Stamm. Besonders im Bereich der Architektur, durch den Einfluss der Hrothi, und der Landwirtschaft sind die Neran weit genug vorangeschritten, um ihre Königreiche zu erhalten. Lediglich der Einfluss der Natur ist nicht zu beherrschen. Die Neran sind daher anfällig für Einflüsse, die ihre Nahrungsversorgung gefährden könnten.


Globale Beziehungen

Freundschaftlich

Hrothi - Einfallsreich zu sein, bedeutet manchmal pragmatisch zu agieren. Traditionell sind die Neran aufgrund des gemeinsamen Glaubens und der gemeinsamen Herkunft Alliierte der Hrothi. Es gibt eine nicht unwesentliche Anzahl an religiöser Ikonographie, die die Hrothi und Neran Seite bei Seite zeigen. Dabei werden die Hrothi als Schild und die Neran als Schwerter dargestellt. Man findet noch viele Designs der Hrothi in der Kriegsausrüstung der Neran, da die Hrothi eine Zeit lang die Meisterschmiede der heiligen Armee der Neran waren.

Kypiq - Die Neran haben eine interessante und gleichzeitig seltsame Beziehung zu den Kypiq. Wahrscheinlich auf den gleichen Pragmatismus und den gleichen Einfallsreichtum zurückzuführen, können die beiden Stämme nur so lange auf einander zählen, wie die Interessen übereinstimmen. Die Neran sind, aufgrund ihres ungewöhnlichen und manchmal überwältigenden Designs, fasziniert von den Baumstädten der Kypiq. Das Verlangen der Kypiq nach komplexer Technologie und glänzenden Dingen eröffnet den beiden Völkern eine Möglichkeit Handel zu treiben. Besonders wichtig ist hierbei die Seide, die von den Kypiq in ihren Wäldern von Seidenwürmern gewonnen wird.

Brudvir - Die Neran und die Brudvir haben eine lange gemeinsame Geschichte, die auch bei den Brudvir auf die Proto-Neran zurückzuführen ist. Nicht immer friedlich lebten die beiden Stämme nebeneinander. Religiöse und kulturelle Unterschiede erlauben nur eine unsichere Freundschaft. Die Brudvir empfinden die Neran als respektlos und verschwenderisch. Dennoch findet die kunstvolle Holzarbeit der Brudvir Anklang bei den Neran und auch die Neran wissen ihre Stoffe und ihre Nahrungserzeugnisse an die Brudvir in kalten, langen Wintern zu verkaufen.

Veröffentlicht am 03. Juni 2017 von Andreas Amarantidis, zuletzt bearbeitet am 10. Juni 2017 von Marco Nass.